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 AN vom 20.06.2019

Startschuss zur Insektenchallenge

cdu bienen

 

 

Schneeballsystem: Junge Union schenkt Bienen ein neues Zuhause und fordert Nachahmer auf, es ihr gleich zu tun. Auch andere Projekte zur Artenvielfalt sind willkommen.

 

Gangelt Im Schatten des Gangelter Mercator-Hotels gibt es jetzt eine weitere Herberge mit einem äußerst umfangreichen Zimmerangebot. Die Junge Union (JU) hat im Rahmen einer größeren Maßnahme ein XXL-Insektenhotel in der Nähe des Gangelter Burgturmes an einem rund um den Acker befindlichen Blühstreifen aufgestellt. Zwar können die Bewohner mit dem Maisfeld, an dessen Rand ihre Unterkunft steht, nichts anfangen; in der unmittelbaren Umgebung gibt es aber reichlich Nahrung. Vera Dammers, seit Dezember 2018 JU-Vorsitzende, macht damit eine Ankündigung vom Wahlabend wahr. Sie wollte das Bestehen der CDU-Nachwuchs-Vereinigung mit regelmäßigen Aktionen in den Köpfen der Öffentlichkeit etablieren. Einer der Höhepunkte in diesem Veranstaltungsreigen war ein Diskussionsabend mit Bürgermeister Bernhard Tholen, der so gut ankam, dass sich gleich zehn neue Mitglieder bei der JU anmeldeten. Bei dem einen Insektenhotel soll es aber nicht bleiben. Vera Dammers erläutert, dass der CDU Gemeindeverband Gangelt, die Birgden REWE Familie Schmitz und die ViaNobis Gangelt ebenfalls darum gebeten worden sind, sich an dieser Aktion zu beteiligen.

 

Artenvielfalt geht alle an

„Läuft“, kann Vera Dammers über den Stand der Dinge dort berichten. „Diese Aktion ist aber nicht auf Insektenhotels beschränkt“, so die jungen Dame. Es sollen von den drei genannten Gruppen ebenfalls neue Mitstreiter in einer Art Schneeballsystem gefunden werden. Wenn dann wiederum jeweils drei Nachahmer oder neue Initiativen gefunden werden – auch jede andere Aktion in Sachen Artenvielfalt ist möglich – würde die Aktion immer weiter wachsen.

 

„Nachhaltigkeit geht alle an“, fasst Christian Conzen aus dem JU-Vorstand zusammen. Nach den Sommerferien soll man wieder von der JU hören. Mit einem speziellen Projekt sollen die neuen Mitglieder in das Team eingebunden werden und dann will man mit der Frauenunion einen Klimaworkshop in Sachen Plastikmüll veranstalten.

Biogasanlage wird zum Versuchsobjekt

AN vom 11.06.2019

Eine stabil funktionierende Stromversorgung ist heutzutage selbstverständlich“, sagt Michael Heres. Er leitet für die NEW Netz GmbH das Quirinus-Projekt und weiß: „Wir leben im Rheinischen Revier noch im gelobten Land.“

„Die verbrauchte und erzeugte Energie halten sich bisher die Waage und wir müssen noch nicht, beispielsweise durch Abschaltungen, regelnd in das Stromnetz eingreifen“, ergänzt Projektingenieur Tim Jansen.

Gemeinsam nach Lösungen suchen

Acht Unternehmen sowie zwei Hochschulen haben sich auf Basis einer Studie und Initiative der SME Management GmbH aus dem Rhein-Erft-Kreis zusammengetan, um solch ein virtuelles Kraftwerk zu entwerfen und zu pilotieren. Die Projektpartner sind: die Verteilnetzbetreiber Regionetz GmbH, aus Aachen/Stolberg und die NEW AG-Tochter NEW Netz GmbH aus Geilenkirchen, die Leitungspartner GmbH als Netzbetreiber der Stadtwerke Düren, das Energieunternehmen RWE Power AG aus Köln, der Fernwirkhersteller SAE IT-systems GmbH & Co. KG aus Köln, BHKW Hersteller 2G Energy AG aus Heek, das Technologieunternehmen STORNETIC GmbH (ETC) aus Jülich, das Solar-Institut Jülich der Fachhochschule Aachen und die der Universität zu Köln nahestehende ewi Energy Research & Scenarios gGmbH. Im Jahr 2017 hat das Quirinus-Projekt den Förderwettbewerb „VirtuelleKraftwerke.NRW“ der Leitmarkt-Agentur NRW gewonnen. Das Projekt entwickelt in drei Jahren mit einer Fördersumme von sechs Millionen Euro Lösungen für eine stabile, zukunftsfähige Stromversorgung.

Bisher hätten die Übertragungsnetzbetreiber über konventionelle Atom-, Gas- oder Kohlekraftwerke für die Stabilität im Stromnetz gesorgt. „Mit der Energiewende ändert sich das nun“, so Michael Heres. Denn die konventionellen Kraftwerke würden zunehmend durch die, zu 90 Prozent im Verteilnetz installierten, erneuerbaren Energie-Anlagen abgelöst. „Aber es weht nun einmal nicht immer genau so viel Wind, wie benötigt wird, und auch die Sonne scheint nicht jeden Tag“, führt der Diplom-Ingenieur weiter aus. „Wind- und Photovoltaikanlagen speisen den Strom dezentral und in ständig wechselnden Größenordnungen ein, sodass Engpässe oder auch Energieüberschüsse entstehen können.“

Um für die Zukunft also weiterhin dafür zu sorgen, dass die Lampe zu jedem Zeitpunkt angeht, soll das Verbundprojekt Quirinus ein Flächenkraftwerk mit den vorhandenen, kundeneigenen Erzeugungs-, Verbrauchs- und Speicheranlagen befähigen, die Stabilität und Zuverlässigkeit der Stromversorgung zu gewährleisten. Ziel des Projekts sind die Konzeption und die Pilotierung eines verteilnetzdienlichen virtuellen Flächenkraftwerks für das Rheinische Revier sowie die Erarbeitung von Vorschlägen zu Anreizen für Anlagenbetreiber, sich an einer netzdienlichen Fahrweise mit seiner Anlage zu beteiligen.

Für den Versuchsaufbau wird ein weiteres Blockheizkraftwerk wie dieses benötigt. Die Anwohner sollen keine Einschränkungen durch das Projekt haben. Foto: ZVA/Michèle-Cathrin Zeidler

Ein Baustein des Projekts ist dabei die Biogasanlage in Gangelt-Birgden. In einem Pilotversuch soll hier über sieben Monate praxisnah ein systemrelevantes, verteilnetzdienliches und virtuelles Kraftwerk erprobt werden.

Im jüngsten Bauausschuss haben die Mitglieder das Vorhaben einstimmig befürwortet. „Es ist angedacht, im August mit dem Versuchsaufbau zu starten und dann zeitnah mit den Versuchen zu beginnen. Aktuell warten wir aber noch auf die offizielle Baugenehmigung“, erklärt Michael Heres. „Im Wesentlichen werden wir drei Szenarien in der Biogasanlage simulieren.“ So soll beispielsweise ein Netzengpass simuliert und behoben werden. Dafür wird der Ist-Zustand ermittelt, für die nächsten Stunden und Tage prognostiziert und durch Schaltempfehlungen für Netzbetreiber das Stromnetz stabil gehalten werden. „Wir erzeugen künstlich einen Engpass und erproben dann in Echt-Zeit die entwickelten Lösungen“, erklärt Michael Heres.

Der Versuch zum Inselnetz, Wabenbetrieb nach Trennung vom öffentlichen Netz, baut dabei auf den bereits durchgeführten Versuchen im RWE Tagebau in Inden auf. Nun wollen die Beteiligten in Gangelt unter realistischen Bedingungen herausfinden, wie sich Inselnetze steuern und stabilisieren lassen.

Um die Simulationen durchzuführen, sind einige bauliche Anpassungen notwendig, die allerdings nach Abschluss der Versuchsreihe zurückgebaut werden. Es wird ein sogenannter Hybrid, bestehend aus Schwungmassespeicher und Erdgas-Blockheizkraftwerk, hinter dem Erdwall und der Schallschutzwand auf dem Betriebsgelände aufgestellt. Außerdem werden eine Transformatorstation und ein Erdgastrailer benötigt.

„Ziel des Versuchsaufbau ist es, nach außen für die Bevölkerung kaum in Erscheinung zu treten“, betont Michael Heres. Es sollte zu keinen Einschränkungen für die Anwohner kommen. Die Stromkunden seien von den Versuchen nicht betroffen. „Die Anwohner werden kaum etwas mitbekommen“, so der Projektleiter. Durchgeführte Schallschutzmessungen der Komponenten hätten die Schallemissionsgrenzwerte deutlich unterschritten. „Wir führen vor Ort auch nicht rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche Versuche durch“, sagt Tim Jansen. „Es handelt sich um Versuchsblöcke an Werktagen und zu Arbeitszeiten.“ Auch beim Versuchsaufbau werde Rücksicht auf die Anwohner genommen. „Die Anlieferung der Teile erfolgt an einem Tag. Es wird keinen Dauerverkehr mit Lkws geben“, so Michael Heres. Die Ergebnisse der Versuche werden veröffentlicht: „Es gibt außerdem Überlegungen, gezielte Erkenntnisse dann im Anschluss weiter zu erforschen.“

 

AN vom 31.05.2019

2,4 Millionen für den zweiten Bauabschnitt

GANGELT Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Und so hatte sich die Verwaltung der Gemeinde Gangelt die Verkündung der frohen Botschaft bis zum Ende der Ratssitzung aufgespart: Der Zuwendungsbescheid für den zweiten Bauabschnitt der Ortsumgehung Gangelt ist eingetroffen.

Bürgermeister Bernhard Tholen freute sich, dass es nun weitergehen kann. Schließlich ist die nördliche Umfahrung des Ortskerns Gangelt die Voraussetzung für die geplante Neugestaltung des Ortskerns. Vielen Autofahrern dürfte in den vergangenen Wochen der Fortschritt der Bauarbeiten am ersten Bauabschnitt der Ortsumgehung aufgefallen sein. Spätestens dann, wenn sie von Vinteln kommend nach Gangelt fahren wollten und vor dem Erdwall wieder umkehren mussten, dürfte ihnen die Baumaßnahme bewusst geworden sein.

Zum Anschluss des ersten Bauabschnittes an die Verbindungsstraße Vinteln-Gangelt hatte die Verbindungsstraße vorübergehend komplett gesperrt werden müssen. Inzwischen ist der anschließende Kreisverkehr fertiggestellt und für den Durchgangsverkehr freigegeben. Die Auffahrt vom Kreisverkehr auf das erste Teilstück der Umgehung ist zwar noch gesperrt, wird aber voraussichtlich noch im Sommer frei gegeben, wenn die letzten Baumaßnahmen abgeschlossen sein werden.

Der erste Bauabschnitt der Ortsumgehung, offiziell Ersatzkreisstraße 13/17, ermöglicht dann schon einmal die Teilumfahrung Gangelts in Richtung Gewerbegebiet Gangelt oder Süsterseel und Niederlande vom Kreisverkehr bei Vinteln kommend. Der zweite Bauabschnitt kann nun mit dem in dieser Woche von der Bezirksregierung eingegangenen Zuwendungsbescheid über knapp 2,4 Millionen Euro in Angriff genommen werden. Antragsteller der Baumaßnahme ist der Kreis Heinsberg. Der Kreis rechnet damit, dass, vorausgesetzt alles läuft glatt, nach der Auftragsvergabe in diesem Jahr im Frühjahr 2020 der Baubeginn erfolgen wird.

Der zweite Teil der Ortsumgehung wird an die L47, die derzeit den Ortskern teilt, zwischen Gangelt und Stahe anschließen. Der Kreis geht wie beim ersten Bauabschnitt auch beim zweiten von einer Bauzeit von rund einem Jahr aus, wie der zuständige Amtsleiter beim Kreis Heinsberg, Günter Kapell, gegenüber dieser Zeitung erklärte.

Kapell verweist auf eine zweite Straßenbaumaßnahme des Kreises auf Gangelter Gemeindegebiet, die Ortsumgehung Birgden. Kapell bedauert, dass es dort zu Verzögerungen komme aufgrund einer Klage gegen das Bauvorhaben. Von Waldenrath nach Birgden soll dem Verkehrsteilnehmer ab dem bestehenden Kreisverkehr vor Birgden die Möglichkeit geboten werden, den Ort Birgden zu umfahren in Richtung Gillrath. Doch läge beim Verwaltungsgericht die Klage einer Person gegen diese etwa ein Kilometer lange Straße vor.

Kapell hofft auf einen baldigen Erörterungstermin. Doch wie lange sich dieses Verfahren tatsächlich hinzieht, lasse sich schwer sagen. Günter Kapell darf auf Nachfrage den Kläger zwar nicht nennen, macht aber deutlich, dass die Gillrather, die schon vor Jahren ihre Bedenken im Zusammenhang mit der alten K3 zwischen Birgden und Gillrath geäußert hatten, ausdrücklich nicht den Birgdenern ihre Umgehung hätten kaputt machen wollen.

AN vom 02.06.2019

70 Bewerber für 35 Grundstücke Im Jankerfeld II

Das freudige Ereignis der Entwicklung eines neuen Baugebietes hätte eigentlich Sonnenschein verdient gehabt, doch es regnete heftig. Heinrich Aretz zeigte sich dennoch bestens gelaunt, denn das neue Birgdener Baugebiet „lag mir am Herzen“, wie er betonte. Viele Gespräche habe er mit den Grundstückseigentümern geführt, um das Projekt in seinem Heimatort auf die Beine zu stellen. Auch Bürgermeister Bernhard Tholen zeigte sich erfreut, dass nicht nur ein neues Baugebiet entsteht, sondern auch darüber, dass dieses eine gute Anbindung an die Ortsmitte und ihre Einkaufsmöglichkeiten bekommt. So werde im Rahmen der Erschließung noch eine fußläufige Verbindung in Richtung des Supermarktes geschaffen. In unmittelbarer Nähe des Baugebietes liegen die Grundschule, der Kindergarten und verschiedene Ärzte.

Heinrich Aretz verweist darauf, dass es für die 35 Baustellen 70 Bewerbungen gegeben habe.

Im Jankerfeld II hat eine lange Geschichte. Diese geht auf das Jahr 2011 zurück, als der Bebauungsplan Rechtskraft erlangt hatte. Nach einer ersten Änderung des Bebauungsplanes startete das Umlegungsverfahren mit der ersten Sitzung des neu gebildeten Umlegungsausschusses am 17. Dezember 2014. An diesem Umlegungsverfahren waren zwölf Eigentümer beteiligt, welche ihre Grundstücke in dieses Verfahren eingebracht hatten. Diese zwölf Grundstücke wurden rechnerisch zu einer Umlegungsmasse vereinigt. Nach Zuteilung der öffentlichen Verkehrs- und Grünflächen an die Gemeinde wurde die verbleidende Verteilermasse proportional unter den Eigentümern aufgeteilt. Hierzu hatten mit den Eigentürmern Abstimmungsgespräche stattgefunden. Der endgültig aufzustellende Umlegungsplan wurde dann abschließend mit den Eigentürmern erörtert und am 11. Juli 2017 durch den Umlegungsausschuss beschlossen.

Mitte 2018 war dann mit den Vorbereitungen zur Ausschreibung begonnen worden. Das Baugebiet wird in zwei Stufen ausgebaut. Zuerst erfolgt die Erschließung des Baugebietes über eine Baustraße, später dann der Endausbau. Weiterhin wird die Verlängerung der Weberstraße sofort endausgebaut und später geöffnet. Der Ausbau erfolgt nicht über die Umlegung. Die 35 Grundstücke von Im Jankerfeld II befinden vorwiegend in Privatbesitz. Aber auch die gemeindliche Entwicklungsgesellschaft als Beteiligte des Umlegungsverfahrens hat hier Grundstücke anzubieten. Nach der Auftragserteilung in diesem Monat, wurde mit den Arbeiten begonnen.

 

AN vom 23.05.2019

Gemeinde Gangelt übernimmt das Infocenter

Derzeit ist die Prospex gGmbH, Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung, der Betreiber des Infocenters. Die Prospex gGmbH läuft derzeit in Trägerschaft der Katharina Kasper ViaNobis GmbH und der Lebenshilfe Heinsberg e.V.. Im Zuge einer Umstrukturierung der Prospex gibt diese das Infocenter auf und die Gemeinde Gangelt übernimmt.

Die Gemeindeverwaltung erwartet, dass diese Übernahme der Gemeindekasse ein Defizit bescheren wird. Um dieses Defizit zu verringern, fasste der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde den einstimmigen Beschluss, die Nutzungsentgelte neu fest zu setzen und eine Schnupperkarte für gemeindeeigene Angebote einzuführen.

Die Verwaltung legte den Ausschussmitgliedern eine Gegenüberstellung der alten und neuen Entgelte und Eintrittspreise vor. Die Abweichungen sind maßvoll gestaltet und wurden von den Ausschussmitgliedern durchweg akzeptiert. So wird das Minigolfen um 50 Cent teurer. Erwachsene zahlen zukünftig 3,50 Euro statt 3 Euro, Kinder einen Euro weniger. Alleinerziehender mit mehreren Kindern können eine spezielle Karte zu 7 Euro erwerben. Familien mit zwei Erwachsenen und Kindern zahlen 11 Euro für die Familienkarte. Das Bootfahren auf dem Kahnweiher kostet derzeit 4 Euro die halbe Stunde und wird zukünftig 5 Euro kosten. Wer sich zutraut, eine ganze Stunde zu rudern oder sich einfach mal über den See treiben lassen will, ist zukünftig mit 7 Euro (bisher 6 Euro) dabei.

An den Mietgebühren beim Fahrradverleih wurde nichts geändert. Die Tagesgebühr beträgt weiterhin 6 Euro. Bevor hier Anpassungen vorgenommen werden könnten, so Bürgermeister Bernhard Tholen, müsste man sich überlegen, wie man den Zustand der Räder verbessert. Die Tagespreise auf dem Wohnmobilstellplatz betragen derzeit ganzjährig 10 Euro und werden zukünftig gestaffelt: Nebensaison 10 Euro, Zwischensaison 15 Euro und Hauptsaison 20 Euro pro Tag. Die neu eingeführte Schnupperkarte kostet einen Erwachsenen 10 Euro, Kinder zahlen 5 Euro, Alleinerziehende 17 Euro und Familien 27 Euro.

Die Schnupperkarte wird ausschließlich für Angebote der Gemeinde gelten. Auch ein nichtalkoholisches Getränk am Infocenter wird dem Besitzer der Schnupperkarte auf Wunsch serviert werden. Die Schnupperkarte berechtigt somit zum Testen der Freizeitangebote der Gemeinde rund um das Infocenter.Der Inhaber kann an einem Tag einen Kaffee trinken, am nächsten im Freibad ein paar Runden drehen und bei Gelegenheiten das Minigolfen erproben und Kahnfahren.n und Kahnfahren. Derzeit ist die Prospex gGmbH, Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung, der Betreiber des Infocenters. Die Prospex gGmbH läuft derzeit in Trägerschaft der Katharina Kasper ViaNobis GmbH und der Lebenshilfe Heinsberg e.V.. Im Zuge einer Umstrukturierung der Prospex gibt diese das Infocenter auf und die Gemeinde Gangelt übernimmt.

Die Gemeindeverwaltung erwartet, dass diese Übernahme der Gemeindekasse ein Defizit bescheren wird. Um dieses Defizit zu verringern, fasste der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde den einstimmigen Beschluss, die Nutzungsentgelte neu fest zu setzen und eine Schnupperkarte für gemeindeeigene Angebote einzuführen.

Die Verwaltung legte den Ausschussmitgliedern eine Gegenüberstellung der alten und neuen Entgelte und Eintrittspreise vor. Die Abweichungen sind maßvoll gestaltet und wurden von den Ausschussmitgliedern durchweg akzeptiert. So wird das Minigolfen um 50 Cent teurer. Erwachsene zahlen zukünftig 3,50 Euro statt 3 Euro, Kinder einen Euro weniger. Alleinerziehender mit mehreren Kindern können eine spezielle Karte zu 7 Euro erwerben. Familien mit zwei Erwachsenen und Kindern zahlen 11 Euro für die Familienkarte. Das Bootfahren auf dem Kahnweiher kostet derzeit 4 Euro die halbe Stunde und wird zukünftig 5 Euro kosten. Wer sich zutraut, eine ganze Stunde zu rudern oder sich einfach mal über den See treiben lassen will, ist zukünftig mit 7 Euro (bisher 6 Euro) dabei.

An den Mietgebühren beim Fahrradverleih wurde nichts geändert. Die Tagesgebühr beträgt weiterhin 6 Euro. Bevor hier Anpassungen vorgenommen werden könnten, so Bürgermeister Bernhard Tholen, müsste man sich überlegen, wie man den Zustand der Räder verbessert. Die Tagespreise auf dem Wohnmobilstellplatz betragen derzeit ganzjährig 10 Euro und werden zukünftig gestaffelt: Nebensaison 10 Euro, Zwischensaison 15 Euro und Hauptsaison 20 Euro pro Tag. Die neu eingeführte Schnupperkarte kostet einen Erwachsenen 10 Euro, Kinder zahlen 5 Euro, Alleinerziehende 17 Euro und Familien 27 Euro.

Die Schnupperkarte wird ausschließlich für Angebote der Gemeinde gelten. Auch ein nichtalkoholisches Getränk am Infocenter wird dem Besitzer der Schnupperkarte auf Wunsch serviert werden. Die Schnupperkarte berechtigt somit zum Testen der Freizeitangebote der Gemeinde rund um das Infocenter.Der Inhaber kann an einem Tag einen Kaffee trinken, am nächsten im Freibad ein

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