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AN vom 6. Dez. 2018

Gangelt und Waldfeucht

Politik beider Gemeinden gibt grünes Licht für Bäder-Kooperation

Politik stimmt Bäder-Kooperation zwischen Gangelt und Waldfeucht zu

Den Plänen zufolge schließt das Hallenbad der Gemeinde Waldfeucht in den Sommermonaten. Schwimmer sollen dann das Gangelter Freibad in Anspruch nehmen. Foto: Karl-Heinz Hamacher

GANGELT Am Dienstag stimmte die Politik in der Gemeinde Waldfeucht der Schwimmbad-Kooperation mit der Gemeinde Gangelt zu, dort zog dann am Mittwochabend der Hauptausschuss nach. Ob das Waldfeuchter Hallenbad so gerettet werden kann, muss sich zeigen.

Während in Waldfeucht die Kooperation des Haarener Hallenbades mit dem Freibad in Gangelt am Dienstagabend kontrovers diskutiert, am Ende aber im Kulturausschuss mit deutlicher Mehrheit durchgewunken worden war, sah der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Milthaler für die Gemeinde Gangelt nur positive Effekte. In Gangelt ändert sich grundsätzlich nichts, während in Haaren das Bad im Sommer für vier Monate schließen soll. Dort stand allerdings auch eine komplette Schließung des Hallenbades für Mitte 2022 an, wenn kein wirtschaftliches Betreibermodell gefunden wird.

Um den Plan an sich gab es in Gangelt keine Diskussion. Einen Vertrag wird es auch nicht geben – zumindest vorläufig. „Wir haben uns tief in die Augen geschaut und wollen es 2019 mal miteinander probieren“, zeigte sich Kämmerer Gerd Dahlmanns von seiner romantischen Seite und verwies auf das Vertrauensverhältnis der beiden Gemeinden.

BÄDER-KOOPERATION

Das sehen die Pläne der beiden Gemeinden vor

Für beide Bäder soll es eine gemeinsame Jahreskarte geben. 250 Euro zahlt der Erwachsene, Kinder und Jugendliche die Hälfte. und Mit 500 Euro schlägt eine Familienjahreskarte zu Buche. 20 Prozent dieser Einnahmen gehen an Gangelt, 80 Prozent an die Gemeinde Waldfeucht. Natürlich bleiben die die beiden selbstständigen Eintrittsmodelle bestehen wie bisher.

Das Waldfeuchter Hallenbad wird vom 1. Mai bis zum 31. August geschlossen. In dieser Zeit ist das Freibad Gangelt geöffnet. Die Gemeinden tauschen Personal – vor allem Schwimmmeister – aus. Das soll mehr Flexibilität bringen.

Frühschwimmen soll es in Waldfeucht nur noch dienstags und donnerstags geben. In den Oster- und Herbstferien soll das Bad täglich von 9 bis 21.15 Uhr geöffnet sein. Das soll in der achtmonatigen Betriebszeit ein verlässliches Angebot schaffen. (hama/ger)

Vorteile sieht man in Gangelt bei der Möglichkeit, Personal auszutauschen. „Wir sollten nicht immer nur aufs Geld schauen“, sah Gerd Schütz (CDU) auch für die DLRG endlich die Zeit gekommen, deutlich besser planen zu können. Über die Hälfte der 300 DLRG-Mitglieder sind Kinder, die schwer bei der Stange zu halten sind, wenn man ihnen außerhalb der Gangelter Saison keine Schwimmmöglichkeiten bieten kann. Derzeit fahre man mit dem Bus für eine Stunde Schwimmen nach Heinsberg. Feste Zeiten im Gangelter Freibad seien oft nicht planbar, da sich bei gutem Besuch keine Bahnen absperren lassen. „Für uns ist die Kooperation ein unheimlicher Fortschritt!“, sagte Schütz.

Gestaunt wurde vor dem positiven Votum im Hauptausschuss allerdings über die Preise, die für die Nutzung beider Bäder im Raum stehen. „Wer gibt 500 Euro für eine Familienkarte für beide Bäder, wenn die in Gangelt alleine nur 135 Euro kostet?“, fragte Roger Schröder (UB). Helga Heinen (FW) stellte in den Raum, eine Ratenzahlung für diese 500 Euro anzubieten. Die große Frage stellte CDU-Chef Karl-Heinz Milthaler: „Ob die 250 Euro für die Einzelkarte das Hallenbad in Haaren retten werden…?“

Karl-Heinz Milthaler

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