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AN vom 07.12.2019

Gute Jahre und Herausforderungen
Gangelter Haushalt 2020: Finanziell gute Lage und trotzdem ein wenig Wehmut

Gangelt Mit persönlichen Worten an Bürgermeister Bernhard Tholen eröffnete der Gangelter Kämmerer Gerd Dahlmanns seine Rede zum Haushalt 2020 im Haupt- und Finanzausschuss. Die Aufstellung des „letzten gemeinsamen“ Haushalts 2020 sei wie immer herausfordernd, oft stressig, aber auch immer interessant gewesen. „Unsere Meinungen gingen durchaus auseinander. Du, der Optimist, der Gestalter, ich, der Pessimist, der Bremser“, sagt Dahlmanns zu Tholen.

Trotz allem könne man bei einem Blick auf die gemeindlichen Finanzen feststellen: „1. Die Gemeinde ist schuldenfrei, 2. die Ausgleichsrücklage beträgt Ende 2020 unter Berücksichtigung der Planverluste 2019 und 2020 rund 8,8 Millionen Euro, gestartet sind wir 2009 mit 4 Millionen Euro.“

Erfreulich sei festzustellen, dass sich das Plandefizit von rund 2,5 Millionen Euro 2019 auf etwa 1,7 Millionen Euro 2020 verringere. Die Veränderungen zum Vorjahr würden auf folgenden Positionen beruhen: um 1,15 Millionen steigende Schlüsselzuweisungen; die Beteiligung am Fonds Deutsche Einheit entfalle, 2019 fielen noch 345.000 Euro an; die Schulpauschale werde ausschließlich investiv veranschlagt, dies mindere die Erträge um 300.000 Euro; alle Kreisumlagen würden steigen, in der Summe um 675.600 Euro, besonders deutlich mehre sich die Jugendamtsumlage, um 467.000 Euro; der Personalaufwand werde mit einem Einmaleffekt von 270.000 Euro bei den Rückstellungszuführungen belastet.

Mehr Steuererträge

Der Gesamtaufwand mehre sich um 825.900 Euro oder 3,1 Prozent. Diese Mehrung betreffe nahezu alle Gliederungspositionen der Ergebnisplanung. Nur die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen gingen zurück. Die Minderung in diesem Bereich um 330.000 Euro sei mit rückläufigen Instandhaltungen bei den Grundschulen verbunden.

Die Erträge würden sich 2020 um fast 1,6 Millionen Euro oder 6,7 Prozent mehren. Die Steuererträge stiegen um 480.000 Euro, 150.000 Euro entfielen auf die Gewerbesteuer, 163.000 Euro auf den Anteil an der Einkommenssteuer und weitere 160.000 Euro auf den Anteil an der Umsatzsteuer.

Da die Ausgleichsrücklage noch bei 10,5 Millionen Euro liege, sei der Haushalt bei einem Plandefizit von 1,7 Millionen Euro fiktiv ausgeglichen. Die Investitionen erreichten mit 9,3 Millionen Euro erneut einen Höchstwert. Prägend sei hier der nächste Bauabschnitt an der Gesamtschule, der mit 3,75 Millionen Euro zu veranschlagen sei. Welchen Stellenwert die Gemeinde den Schulen zukommen lasse, werde „klar wie Kloßbrühe“, wenn man sehe, dass 45 Prozent der gesamten investiven Auszahlungen die Schulen betreffen würden. Eine Million fließe in die Erschließung des Neubaugebietes „Hinter dem Kamp“ in Hastenrath. Eine weitere Million in Kanalbaumaßnahmen und nochmals eine Million in den Bau von Straßen und Wirtschaftswegen. Für die Feuerwehr seien zwei Fahrzeugersatzbeschaffungen mit insgesamt 700.000 Euro eingeplant.

Karl-Heinz Milthaler

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