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AN vom 10.10.2019

Kein Konzept für die Umwelt in Gangelt?

Bau- und Umweltausschuss: Man tut schon viel für das Klima! Konfuse Diskussionen zum Start in den Wahlkampf.

Gangelt Irgendwie war der Wurm drin in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Gangelt. Ein Frühstart in den Kommunalwahlkampf und dann auch noch eine „explodierende“ Biogasanlage, das ist selbst für einen altgedienten Kommunalpolitiker wie Karl-Heinz Milthaler zu viel. Er sei sehr enttäuscht, meinte der Fraktionsvorsitzende der CDU, dass sein Appell vor der Sommerpause, den Klimaaktionismus aus der Ratsarbeit herauszuhalten, nicht gefruchtet habe.

Man tue schon viel für das Klima in der Gemeinde Gangelt, befand Karl-Heinz Milthaler im Ausschuss, und dieser Einschätzung widersprach auch Ingrid Heim (FDP) nicht, die Milthalers Enttäuschung mit ihrem Antrag „zur Einrichtung eines grünen Tisches zur Erstellung eines Umweltkonzeptes“ verursacht hatte. Auf die Ausrufung des Klimanotstands hatte man schon verzichtet, und Milthaler war eigentlich zuversichtlich gewesen, dass man in Gangelt nicht auf den Zug aufspringen würde.

Verbesserungen möglich

Ingrid Heim hielt dagegen, dass sie sicher nicht in Klimaaktionismus verfalle. Auch wenn die Gemeinde schon viel tue für den Klimaschutz, seien Verbesserungen doch möglich. Die Idee eines „grünen Tisches“, der parteiübergreifend und mit externen Fachleuten besetzt werden sollte, sei vom Nabu, dem sie auch angehöre, gekommen.

Rainer Mansel (SPD) konnte dem Gedanken eines „grünen Tisches“ durchaus etwas abgewinnen, da Umweltbelange bislang im Bau- und Umweltausschuss etwas zu kurz kämen. Seitens der CDU-Fraktion wurde jedoch argumentiert, dass um Entscheidungen treffen zu können, ein Thema auf jeden Fall wieder im Ausschuss landen würde.

Der Ausschussvorsitzende Gerd Schütz (CDU) sah ebenfalls keinen Mehrwert in einem „grünen Tisch“. Die meisten Umweltkonzepte, die er kenne, wären das Papier nicht wert. Mehr als Plastikbecher vermeiden und zu Fuß gehen, wäre da nicht zu finden. Auch wenn Ingrid Heim ihren Antrag dann dahingehend abänderte, dass sie den Begriff „Umweltkonzept“ streichen ließ, fand sie nicht mehr als zwei Mitstreiter der SPD für ihren somit abgelehnten Antrag.

Noch etwas konfuser ging es beim zweiten FDP-Antrag zu, der auch schon ein wenig nach Wahlkampf roch. Ingrid Heim hatte für die FDP Absperrungen im Bereich des Spielplatzes Schierwaldenrath am Feuerwehrhaus beantragt. Karl-Heinz Milthaler konnte nur mit dem Kopf schütteln. Da könne er jetzt auch den Bau einer Umgehungsstraße um Gangelt fordern, das würde genau soviel Sinn machen.

So wie die Umgehungsstraße längst beschlossen sei, würde auch im Zuge der dortigen Baumaßnahmen der Spielplatz in Schierwaldenrath gesichert werden, es würde halt nur etwas dauern. Um des lieben Friedens willen beschloss der Bauausschuss schließlich, die Verwaltung möge doch mal schauen, ob im Rahmen der dortigen Baumaßnahmen nicht eine provisorische Absperrung möglich sei.

Hans-Günter Heinen, fraktionsloses Mitglied des Bauausschusses, hat nach wie vor ein feines Gespür für Nadelstiche. Als der Ausschuss sich entscheiden sollte, ob denn nun ein „unabhängiger Gutachter“ oder ein „Gutachter“ den Ausschussmitgliedern erklären soll, wie ein Blockheizkraftwerk arbeitet, warf Hans-Günter Heinen ein, wenn auf der einen Seite ein „unabhängiger Gutachter“ zur Wahl stünde, müsste es auf der anderen Seite auch „abhängiger Gutachter“ heißen. Die Diskussion musste aber nicht weiter vertieft werden, da die Mehrheit des Ausschusses sich für den „unabhängigen Gutachter“ entschied. Dieser soll nun, von der Gemeinde bestellt, auf Kosten des Antragstellers in einer der folgenden Bauausschusssitzungen den Ausschussmitgliedern Rede und Antwort stehen zur Erweiterung der Biogasanlage Schümm.

In der aktuellen Sitzung stand der Umweltbericht in Bezug auf ein zweites, neu zu errichtendes Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der Biogasanlage Schümm zur Diskussion. Der zuständige Ortsvorsteher Günther Dammers (CDU) hatte versucht, sich schlau zu machen, vor allem in Bezug auf die zu erwartenden Schallemissionen. So ganz wollte er der Argumentation des Antragstellers, zwei Anlagen würden nicht mehr Lärm machen als die bestehende, da die Technik inzwischen fortgeschritten sei, nicht glauben. „Irgendwas stimmt da nicht“, stellte Dammers fest. Verwirrung herrschte im Ausschuss auch über die Anzahl der Blockheizkraftwerke, die gebaut werden sollen und inwieweit die Anlage an der Schule in Breberen in die Planungen einbezogen ist.

Diskussion vertagt

Der Ausschussvorsitzende Gerd Schütz meinte, dies sei eine ganz neue Diskussion für ihn. Karl-Heinz Milthalers Vorschlag, aufgrund des großen Diskussionsbedarfs den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen, wurde schließlich gefolgt. Ein „unabhängiger Gutachter“ soll nun Klarheit schaffen.

Er wird dann sicher auch Auskunft zu einer Einschätzung von Hans-Günter Heinen geben können. Dieser sieht aufgrund des Einsatzes von Methangas eine Explosionsgefahr bei der Biogasanlage, die viel zu nah an der Wohnbebauung stehe.

Super Sonntag vom 06.10.19
Anforderungsprofil passt

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Guido Willems kandidiert in Gangelt fürs Amt des Bürgermeisters

 

Gangelt. Die Kommunalwahlen werfen ihre Schatten voraus, vielerorts werden jetzt Bürgermeister-Kandidaten nominiert. So auch in Gangelt, wo Amtsinhaber Bernhard Tholen nicht mehr antritt.

Jung und dynamisch soll er sein. Und anpacken muss er können. Ganz wichtig ist die Erfahrung als Verwaltungsfachmann. Und wenn er dann noch aus Gangelt kommt, ist er der perfekte Kandidat. Zwar nicht ganz in diesem Wortlaut, aber von den Anforderungen durchaus passend, dürfte das Profil gewesen sein, das Bürgermeister Bernhard Tholen gemeinsam mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Milthaler und dem Gemeindeverbandsvorsitzenden Heiner Breickmann für den neuen Bürgermeisterkandidaten in Gangelt formuliert hatte. All diese Voraussetzungen erfüllt Guido Willems, der jetzige Leiter im Büro des Landrats Stephan Pusch. „Dass er zudem noch Mitglied der CDU ist, freut uns natürlich, war aber nicht zwingend“, sagt Bernhard Tholen, dem man die Erleichterung darüber, „den besten Kandidaten, den ich mir hätte wünschen können“ gefunden zu haben, tatsächlich ansieht.

Guido Willems ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. „Ich bin ein Kind der Gemeinde Gangelt, bin hier geboren und habe nie woanders gelebt“, sagt Guido Willems, der in Birgden wohnt, über sich selbst. Nach dem Abitur 2000 in Geilenkirchen hatte er seinen Zivildienst in einem Altenheim geleistet und anschließend ein Duales Studium bei der Kreisverwaltung in Heinsber zum Diplom-Verwaltungswirt absolviert. Beim Kreis war er zunächst im Hauptamt, dann im Amt für Gebäudewirtschaft, im Haupt- und Personalamt und schließlich seit zwei Jahren als Leiter im Büro des Landrats tätig, wo er sich unter anderem um die Ratsangelegenheiten und die Planung der Haushaltskosten kümmert. Neben dem Job absolvierte er von 2004 bis 2008 ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und anschließend bis 2013 ein Jurastudium. Ehrenamtlich engagiert er sich als Dozent am Studieninstitut Aachen, ist ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Aachen und ist im Kirchenvorstand in Birgden aktiv. „Und dazu bin ich ein ganz normaler Familienvater und verbringe die Wochenenden mit meinen Kindern auf dem Fußballplatz oder beim Tanzen.“ (sit)

 AN vom 20.06.2019

Startschuss zur Insektenchallenge

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Schneeballsystem: Junge Union schenkt Bienen ein neues Zuhause und fordert Nachahmer auf, es ihr gleich zu tun. Auch andere Projekte zur Artenvielfalt sind willkommen.

 

Gangelt Im Schatten des Gangelter Mercator-Hotels gibt es jetzt eine weitere Herberge mit einem äußerst umfangreichen Zimmerangebot. Die Junge Union (JU) hat im Rahmen einer größeren Maßnahme ein XXL-Insektenhotel in der Nähe des Gangelter Burgturmes an einem rund um den Acker befindlichen Blühstreifen aufgestellt. Zwar können die Bewohner mit dem Maisfeld, an dessen Rand ihre Unterkunft steht, nichts anfangen; in der unmittelbaren Umgebung gibt es aber reichlich Nahrung. Vera Dammers, seit Dezember 2018 JU-Vorsitzende, macht damit eine Ankündigung vom Wahlabend wahr. Sie wollte das Bestehen der CDU-Nachwuchs-Vereinigung mit regelmäßigen Aktionen in den Köpfen der Öffentlichkeit etablieren. Einer der Höhepunkte in diesem Veranstaltungsreigen war ein Diskussionsabend mit Bürgermeister Bernhard Tholen, der so gut ankam, dass sich gleich zehn neue Mitglieder bei der JU anmeldeten. Bei dem einen Insektenhotel soll es aber nicht bleiben. Vera Dammers erläutert, dass der CDU Gemeindeverband Gangelt, die Birgden REWE Familie Schmitz und die ViaNobis Gangelt ebenfalls darum gebeten worden sind, sich an dieser Aktion zu beteiligen.

 

Artenvielfalt geht alle an

„Läuft“, kann Vera Dammers über den Stand der Dinge dort berichten. „Diese Aktion ist aber nicht auf Insektenhotels beschränkt“, so die jungen Dame. Es sollen von den drei genannten Gruppen ebenfalls neue Mitstreiter in einer Art Schneeballsystem gefunden werden. Wenn dann wiederum jeweils drei Nachahmer oder neue Initiativen gefunden werden – auch jede andere Aktion in Sachen Artenvielfalt ist möglich – würde die Aktion immer weiter wachsen.

 

„Nachhaltigkeit geht alle an“, fasst Christian Conzen aus dem JU-Vorstand zusammen. Nach den Sommerferien soll man wieder von der JU hören. Mit einem speziellen Projekt sollen die neuen Mitglieder in das Team eingebunden werden und dann will man mit der Frauenunion einen Klimaworkshop in Sachen Plastikmüll veranstalten.

AN vom 19.09.19
Bald kennt jeder den letzten Hufschmied Gangelts
 
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Mehr Informationen an den Straßenschildern
 
Gangelt Die Idee, den Gangelter Straßennamen Erläuterungen anzufügen, hatte Ortsvorsteher Gerd Schütz aus seiner Heimat, dem Saarland, mitgebracht. Das ist lange her. Als im Dezember 2018 die Raiffeisenbank Heinsberg beantragte, das Schild Raiffeisenstraße mit einer entsprechenden Erläuterung zu versehen, wurde diese Idee wieder aufgegriffen, allerdings stand die Frage der Finanzierung im Raum.
 
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Milthaler beantragte für den Ortsverband über den Kreis Heinsberg im Rahmen des NRW-Projektes „Heimat-Scheck“ eine Förderung und bekam 2000 Euro gewährt. „Die reichen aber nur, um die 15 bis 16 Straßen mit Personennamen in Gangelt so auszustatten“, so Milthaler, der sich im Moment mit Gerd Schütz und dem CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Dr. Heiner Breickmann auf den Weg macht, die Schilder anzubringen.
 
Wer Pastor Fischenich war, wissen die meisten Gangelter – die vielen Zugezogenen aber nicht. Bei Heinrich Josef Otten (Gangelter Chronist), Johan Conen (letzter Hufschmied im Dorf), Hermann Josef Claeßen (Bürgermeister 1812-57) oder Peter Staas (Heimatdichter) wird es auch für den ein oder anderen ebenfalls schon „Eingeborenen“ eng. (hama)
 

Biogasanlage wird zum Versuchsobjekt

AN vom 11.06.2019

Eine stabil funktionierende Stromversorgung ist heutzutage selbstverständlich“, sagt Michael Heres. Er leitet für die NEW Netz GmbH das Quirinus-Projekt und weiß: „Wir leben im Rheinischen Revier noch im gelobten Land.“

„Die verbrauchte und erzeugte Energie halten sich bisher die Waage und wir müssen noch nicht, beispielsweise durch Abschaltungen, regelnd in das Stromnetz eingreifen“, ergänzt Projektingenieur Tim Jansen.

Gemeinsam nach Lösungen suchen

Acht Unternehmen sowie zwei Hochschulen haben sich auf Basis einer Studie und Initiative der SME Management GmbH aus dem Rhein-Erft-Kreis zusammengetan, um solch ein virtuelles Kraftwerk zu entwerfen und zu pilotieren. Die Projektpartner sind: die Verteilnetzbetreiber Regionetz GmbH, aus Aachen/Stolberg und die NEW AG-Tochter NEW Netz GmbH aus Geilenkirchen, die Leitungspartner GmbH als Netzbetreiber der Stadtwerke Düren, das Energieunternehmen RWE Power AG aus Köln, der Fernwirkhersteller SAE IT-systems GmbH & Co. KG aus Köln, BHKW Hersteller 2G Energy AG aus Heek, das Technologieunternehmen STORNETIC GmbH (ETC) aus Jülich, das Solar-Institut Jülich der Fachhochschule Aachen und die der Universität zu Köln nahestehende ewi Energy Research & Scenarios gGmbH. Im Jahr 2017 hat das Quirinus-Projekt den Förderwettbewerb „VirtuelleKraftwerke.NRW“ der Leitmarkt-Agentur NRW gewonnen. Das Projekt entwickelt in drei Jahren mit einer Fördersumme von sechs Millionen Euro Lösungen für eine stabile, zukunftsfähige Stromversorgung.

Bisher hätten die Übertragungsnetzbetreiber über konventionelle Atom-, Gas- oder Kohlekraftwerke für die Stabilität im Stromnetz gesorgt. „Mit der Energiewende ändert sich das nun“, so Michael Heres. Denn die konventionellen Kraftwerke würden zunehmend durch die, zu 90 Prozent im Verteilnetz installierten, erneuerbaren Energie-Anlagen abgelöst. „Aber es weht nun einmal nicht immer genau so viel Wind, wie benötigt wird, und auch die Sonne scheint nicht jeden Tag“, führt der Diplom-Ingenieur weiter aus. „Wind- und Photovoltaikanlagen speisen den Strom dezentral und in ständig wechselnden Größenordnungen ein, sodass Engpässe oder auch Energieüberschüsse entstehen können.“

Um für die Zukunft also weiterhin dafür zu sorgen, dass die Lampe zu jedem Zeitpunkt angeht, soll das Verbundprojekt Quirinus ein Flächenkraftwerk mit den vorhandenen, kundeneigenen Erzeugungs-, Verbrauchs- und Speicheranlagen befähigen, die Stabilität und Zuverlässigkeit der Stromversorgung zu gewährleisten. Ziel des Projekts sind die Konzeption und die Pilotierung eines verteilnetzdienlichen virtuellen Flächenkraftwerks für das Rheinische Revier sowie die Erarbeitung von Vorschlägen zu Anreizen für Anlagenbetreiber, sich an einer netzdienlichen Fahrweise mit seiner Anlage zu beteiligen.

Für den Versuchsaufbau wird ein weiteres Blockheizkraftwerk wie dieses benötigt. Die Anwohner sollen keine Einschränkungen durch das Projekt haben. Foto: ZVA/Michèle-Cathrin Zeidler

Ein Baustein des Projekts ist dabei die Biogasanlage in Gangelt-Birgden. In einem Pilotversuch soll hier über sieben Monate praxisnah ein systemrelevantes, verteilnetzdienliches und virtuelles Kraftwerk erprobt werden.

Im jüngsten Bauausschuss haben die Mitglieder das Vorhaben einstimmig befürwortet. „Es ist angedacht, im August mit dem Versuchsaufbau zu starten und dann zeitnah mit den Versuchen zu beginnen. Aktuell warten wir aber noch auf die offizielle Baugenehmigung“, erklärt Michael Heres. „Im Wesentlichen werden wir drei Szenarien in der Biogasanlage simulieren.“ So soll beispielsweise ein Netzengpass simuliert und behoben werden. Dafür wird der Ist-Zustand ermittelt, für die nächsten Stunden und Tage prognostiziert und durch Schaltempfehlungen für Netzbetreiber das Stromnetz stabil gehalten werden. „Wir erzeugen künstlich einen Engpass und erproben dann in Echt-Zeit die entwickelten Lösungen“, erklärt Michael Heres.

Der Versuch zum Inselnetz, Wabenbetrieb nach Trennung vom öffentlichen Netz, baut dabei auf den bereits durchgeführten Versuchen im RWE Tagebau in Inden auf. Nun wollen die Beteiligten in Gangelt unter realistischen Bedingungen herausfinden, wie sich Inselnetze steuern und stabilisieren lassen.

Um die Simulationen durchzuführen, sind einige bauliche Anpassungen notwendig, die allerdings nach Abschluss der Versuchsreihe zurückgebaut werden. Es wird ein sogenannter Hybrid, bestehend aus Schwungmassespeicher und Erdgas-Blockheizkraftwerk, hinter dem Erdwall und der Schallschutzwand auf dem Betriebsgelände aufgestellt. Außerdem werden eine Transformatorstation und ein Erdgastrailer benötigt.

„Ziel des Versuchsaufbau ist es, nach außen für die Bevölkerung kaum in Erscheinung zu treten“, betont Michael Heres. Es sollte zu keinen Einschränkungen für die Anwohner kommen. Die Stromkunden seien von den Versuchen nicht betroffen. „Die Anwohner werden kaum etwas mitbekommen“, so der Projektleiter. Durchgeführte Schallschutzmessungen der Komponenten hätten die Schallemissionsgrenzwerte deutlich unterschritten. „Wir führen vor Ort auch nicht rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche Versuche durch“, sagt Tim Jansen. „Es handelt sich um Versuchsblöcke an Werktagen und zu Arbeitszeiten.“ Auch beim Versuchsaufbau werde Rücksicht auf die Anwohner genommen. „Die Anlieferung der Teile erfolgt an einem Tag. Es wird keinen Dauerverkehr mit Lkws geben“, so Michael Heres. Die Ergebnisse der Versuche werden veröffentlicht: „Es gibt außerdem Überlegungen, gezielte Erkenntnisse dann im Anschluss weiter zu erforschen.“

 

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