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AN vom 09. Februar 2018
Autoren aus dem Kreis präsentieren ihre Arbeiten
 
GANGELT. Die Gangelter Senioren Union präsentiert nach ihrer Neugründung dem Publikum am Donnerstag, 22. Februar, ab 19 Uhr im Pfarrheim neben der Nikolaus-Kirche einen Leseabend, der von Heike Dahlmanns organisiert wird. Dabei werden Autoren aus dem Kreis Heinsberg ein abwechslungsreiches Programm präsentieren, das viele Facetten der Schriftstellerei abdeckt.
 Die Gruppe der Schreibenden, die aus einem VHS-Kurs von Kurt Lehmkuhl vor rund zehn Jahren hervorgegangen ist, hat sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert, es gibt aber einen festen Kern, zu dem unter anderem alle die gehören, die in Gangelt lesen werden.Die Gangelterin Heike Dahlmanns ist seit 2013 dabei. „Das Schöne an der Gruppe ist die Arbeit mit Gleichgesinnten, die sich gegenseitig beflügeln, unterstützen, Ideen austauschen, kritische Bemerkungen, aber auch immer wieder Mut machen.“ Sie hat ihren ersten Gedichtband „Heitere Resignation“ im Frühjahr 2017 veröffentlicht.

Vorgelesen werden Krimis und Gedichte, Satire und Fantastisches, aber auch Geschichten aus dem Leben, aus der Politik und aus der Gedankenwelt der Schreibenden. Am Ende der Veranstaltung werden sich Heike Dahlmanns und Kurt Lehmkuhl mit „Frau Fröhlich“ befassen. Heike Dahlmanns ist dabei eine alte Dame, Kurt Lehmkuhl gibt einen Kommissar.

Die Arbeit der Gruppe wurde auch schon in Buchform veröffentlicht. Aktuell ist der „Kunterbunte Selfkant“, aus dem auch vorgelesen wird. Der Erlös (es wird um Spenden gebeten) des Abends geht an das Hospiz in Erkelenz. Durch den Verkauf der Bücher und durch Lesungen und Spenden sind bisher mehr als 40.000 Euro zusammengekommen.

 AN vom 06.02.2018

Gangelter Ortsumgehung: Vom Reisbrett in die Wirklichkeit

GANGELT. Wann auch immer man in den vergangenen Jahren dazu kam, sich etwas grundsätzlicher mit Bernhard Tholen (CDU) zu unterhalten, landete man früher oder später bei der Gangelter Ortsumgehung. Der Bürgermeister, sicher eher ein Analytiker als ein Schwärmer, malte die sich eröffnenden Möglichkeiten stets in den schillerndsten Farben aus.

Am Dienstag war es endlich so weit, die vielen schönen Ideen nahmen ihren ersten Schritt runter vom Reißbrett und rein in die Wirklichkeit. Draußen auf den Feldern zwischen Ortskern und Hastenrath herrschte klirrende Kälte, als Tholen gemeinsam mit Landrat Stephan Pusch (CDU) und weiteren Honoratioren die Spaten in ein bisschen Sand stießen, der eigens zu diesem Anlass aufgehäuft worden war. Nachdem man den Sand ein bisschen in der Gegend herumgeworfen hatte, gab es Suppe und Schnaps. So weit das Ritual.

Ländlich geprägte Region

Ab sofort übernehmen die Bauarbeiter, das Projekt „Ortsumgehung Gangelt“ läuft. Es dürfte auf Jahre das mit einigem Abstand wichtigste für die Gemeinde bleiben, und auch das Kreishaus misst ihm Bedeutung bei. „Eine gute verkehrsmäßige Erschließung ist für die strukturelle Entwicklung einer ländlich geprägten Region von großer Bedeutung“, sagte Landrat Pusch. Die Grundlagen seien bereits vergangenes Jahr mit der Eröffnung der B56n geschaffen worden, die seitdem die deutsche A46 und die niederländische A2 verbindet, erinnerte er.

Die Ortsumgehung trägt die behördliche Bezeichnung EK13/17, es handelt sich bei ihr zunächst einmal um ein Projekt des Kreises Heinsberg. 186 Kilometer Kreisstraße gibt es bereits, knappe drei kommen hinzu und sollen Autofahrer und vor allen Dingen den Schwerlastverkehr in einem Halbkreis um Gangelt herumführen. Die Bauarbeiten werden dabei in zwei Abschnitte aufgeteilt.

Der nunmehr begonnene führt bis zur Hanxler Straße, die vom Ortskern aus in Richtung Breberen und Langbroich führt. Er kostet 4,175 Millionen Euro, von denen das Land 2,713 Millionen Euro übernimmt. Der zweite Abschnitt vollendet den Halbkreis bis zur Landstraße (ehemals B56) und wird 3,3 Millionen Euro kosten. Bereits im Januar wurde mit der Errichtung einer Brücke begonnen, die den Wirtschaftsweg zwischen Gangelt und Schümm über die Ortsumgehung führen soll.

Dass die Ortsumgehung für Gangelt von so großer Bedeutung ist, liegt vor allen Dingen daran, dass der Ort einerseits an einer wichtigen Verkehrsader liegt, andererseits aber gar nicht dazu geeignet ist, den dort fließenden Verkehr aufzunehmen. Seit die neue Bundesstraße eröffnet ist, hat sich zwar schon einiges gebessert, aber eben nicht genug.

Anwohner der Sittarder Straße können nach wie vor anschaulich beschreiben, wie die Gläser in den Schränken klirren, wenn ein Lkw vorbeibollert. Und außerhalb der eigenen vier Wände ist die Situation aufgrund der stellenweise kaum einen halben Meter breiten Bürgersteige zumindest subjektiv bedrohlich. Ganz klar, das beschauliche Burgstädtchen verdient Besseres. Das Problem besteht bislang darin, dass der Fernverkehr zwar die B56n nehmen kann, aber eben nicht muss.

Der eigentliche Kunstgriff in der langfristigen Planung ist eine Umwidmung. Durch die nunmehr begonnene Ortsumgehung wird die Möglichkeit bestehen, die Sittarder Straße beziehungsweise Frankenstraße zu einer einfachen Gemeindestraße herabzustufen. Und darüber kann Gangelt dann sozusagen frei verfügen, vom Durchfahrverbot für Lkw bis zur Tempo-20-Zone ist so ziemlich alles möglich. Und diese neuen Gegebenheiten entfalten wiederum ihre Dynamik hinsichtlich Gastronomie, Geschäftsleben und Gebäudesanierungen. Das jedenfalls ist der Plan. „Es soll so richtig gemütlich werden“, sagt Bernhard Tholen. „Reinfahren, verwöhnen lassen, genießen!“

Die Anwesenheit von Gästen aus Köln, Düsseldorf und Berlin rief am Dienstag in Erinnerung, dass über Projekte wie die Ortsumgehung letztlich immer mehrere behördliche Ebenen über Kommune und Kreis entschieden wird. Nichtsdestoweniger müssen von unten die richtigen Hebelchen umgelegt werden, und das ist Kreishaus und Rathaus offenbar gelungen. Aufgrund der lange unklaren Finanzierung hatte die Gemeinde so vor knapp zwei Jahren entschieden, in Vorleistung zu gehen.

„Damit haben wir dem Land sicher gezeigt, dass wir mit einer gewissen Ernsthaftigkeit an das Projekt herangehen“, sagt Tholen. Um diese Ernsthaftigkeit signalisieren zu können, sei wiederum der stabile Gemeindehaushalt „nicht unwichtig“ gewesen. „Da hätten sich andere Kommunen möglicherweise schwerergetan.“

Und es geht ja noch weiter. Auch für Birgden ist eine Ortsumgehung geplant. Sie soll Waldenrath und die Kreisstraße südlich von Birgden verbinden.

AN vom 25. Jan. 2018

Bauherr hält an Standort der Wohnresidenz vor der Stadtmauer fest

GANGELT. Es könnte noch ganz schön spannend werden mit dem Zehn-Millionen-Projekt Wohnresidenz an der Burg Gangelt. Für Herzschwache ist das Projekt nicht geeignet. Hinter den Kulissen knirscht es, bevor der erste Zement angerührt ist.

Ein knappes Jahr ist es nun her, dass Bernhard Conzen im Rahmen einer Pressekonferenz optimistisch die Pläne zum Bau einer Wohnresidenz auf seinem Grundstück vor der Gangelter Stadtmauer vorgestellt hatte. Nachdem das Bauvorhaben an historischer Stelle für allerhand Wirbel in der Bevölkerung und im Rat der Gemeinde Gangelt gesorgt hatte, erläuterte die Familie Conzen, zwei Söhne Bernhard Conzens sind die Bauherren, diese Woche einem kleinen Kreis den aktuellen Stand der Planungen.

Zu dem nicht-öffentlichen Termin im Haus Hamacher waren Bürgermeister, Gemeinderat und sachkundige Bürger eingeladen. Nach Gesprächen dieser Zeitung mit den Anwesenden ergab sich folgendes Bild: Die Familie Conzen möchte die Wohnresidenz unbedingt weiterhin vor der Stadtmauer errichten. Die Pläne sind allerdings im Vergleich zur ursprünglichen Planung etwas modifiziert worden. Eine Sichtachse soll den Blick auf die Mauer erhalten. Zudem ist ein Wassergraben entlang der Mauer vorgesehen.

Zwei Ämter sind mit dem Denkmalschutz befasst. Auf der einen Seite ist Dr. Ursula Francke vom LVR-Amt für Bodendenkmalpflege zuständig für alles unterhalb der Grasnarbe. Und Dr. Dorothee Heinzelmann vom LVR-Amt für Denkmalpflege für alles darüber. Heinzelmann müsste aus Sicht der Baudenkmalpflege ihr Okay geben, wenn das Bauvorhaben reibungslos das Genehmigungsverfahren durchlaufen soll. Dr. Ursula Francke hat dies – abhängig von der Belebung des ehemaligen Burggrabens – schon getan. Heinzelmann allerdings hat schon deutlich erklärt, dass das Projekt mit ihr nicht zu machen sei. Ihre schriftliche Stellungnahme zu den aktuellen Planungsunterlagen zur Wohnresidenz steht aber aus.

Bürgermeister Bernhard Tholen soll im Haus Hamacher sehr deutlich und gut hörbar klargestellt haben, dass er sich als Untere Denkmalbehörde die Ansicht Heinzelmanns zu Eigen machen würde. Auch der Rat könnte sich nicht mir nichts, dir nichts darüber hinwegsetzen.

Im Zuge der Bebauungsplanaufstellung käme auch eine Bürgerbeteiligung zum Zuge. Dann könnten die Gangelter Bürger kundtun, wie sie sich die Zukunft ihres schönen Ortes vorstellen. Karl-Heinz Milthaler, Sprecher der CDU-Fraktion, verweist auf Nachfrage noch einmal darauf, dass ihm die Meinung der Bürger zu diesem Bauvorhaben wichtig sei. Eine Unterschriftenaktion der Freien Wähler hatte 1000 Stimmen Gangelter Bürger gegen die Wohnresidenz an dieser Stelle aufgeboten. Ein Bauantrag liegt bislang nicht vor.

 AN vom 01.Febr, 2018

Wieder eine Seniorenunion für die Gemeinde Gangelt

 GANGELT. In der Gemeinde Gangelt hat sich die christdemokratische Senioren-Union (SU) neu gegründet. Vor über 25 Jahre hat es eine solche Gemeinschaft schon einmal gegeben, gegründet von ehemaligen CDU-Ratsvertretern und unter dem Vorsitz von Willi Kranz.„Die ist aber dann im Laufe der Jahre einfach eingeschlafen“, erinnert sich Dr. Heiner Breickmann, der heute den CDU-Gemeindeverband führt, Mitglied des Gemeinderates ist – und nun auch stellvertretender Vorsitzender der neuen SU.Wie ehedem Willi Kranz kommt auch der neue Vorsitzende aus Hastenrath. Franz Molls hat langjährige Erfahrung im Gangelter Gemeinderat und ist sich sicher, diese Erfahrung in der SU anwenden zu können, vor allem aber den Belangen der Senioren in der Fraktion Gewicht zu verleihen. Paul Freches aus Stahe, Geschäftsführer der SU, erläutert, dass die CDU-Gruppierung niemanden, der mitmachen, sich engagieren will oder einfach nur Fragen hat, nach einem Parteibuch fragen wird.„Wir wollen Ansprechpartner für alle Senioren sein und ihnen bei der Bewältigung von Alltagsproblemen helfen.“ Die Neugründung der Gruppe geht auf eine kreisweite Initiative zurück, und Heiner Breickmann freut sich, dass schnell eine Handvoll Leute – mittlerweile sind es rund 15 – gefunden wurden, die diese Idee mittragen. „Der Seniorenanteil in der Bevölkerung wächst ständig, und uns hier in Gangelt ist es ein Anliegen, mit einer völlig eigenständigen Senioren-Union darauf zu reagieren“, so Breickmann.Dass es nicht bei klassischen Ausflügen und geselligen Runden bleiben soll, zeigt schon ein Blick auf das Programm für das erste Quartal. Am 22. Februar beginnt der Veranstaltungsreigen mit einem Leseabend. Der startet um 19 Uhr im Gangelter Pfarrheim und wird von Heike Dahlmanns organisiert.

Am 8. März gibt es ab 19 Uhr einen Infoabend zu Themen wie Testament und Patientenverfügung im Restaurant Haus Hamacher. Notar Dr. Axel Warda und Rechtsanwältin Brigitte Nobis-Steffens sind die Referenten. An gleicher Stelle steht das Herz am 22. März um 19 Uhr auf dem Programm, wenn Dr. Ulrich Sudhuis und Kollegen über Herzschwäche informieren.

 

AN vom 04.01.2018

Gemeinde Gangelt wird freie Grundschule nicht unterstützen

GANGELT. Bürgermeister Bernhard Tholen (CDU) nimmt gegenüber der Amselschule eine zwar keineswegs ablehnende, aber doch betont distanzierte Position ein. „Ich akzeptiere das Vorhaben, werde es aber sicherlich nicht in besonders ausgeprägter Form unterstützen“, sagte der Verwaltungschef zu unserer Zeitung. Dies habe er den Initiatoren auch im Rahmen zweier „sehr netter“ Gespräche vermittelt.

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Freie Grundschule im Kreis Heinsberg geplant

Tholens Haltung hat damit zu tun, dass die Gemeinde Gangelt selbst über zwei Grundschulen verfügt: die Schule der Begegnung in Birgden und die Nikolausschule in Breberen. Beide Schulen böten ein „hervorragendes“ Angebot und seien mit „exzellenten“ Leiterinnen gesegnet, hielt Tholen fest. Zudem hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in die Gebäude gesteckt, davon rund 500.000 Euro für den Brandschutz.

Keine Kopfschmerzen

Große Kopfschmerzen bereitet Tholen die Möglichkeit einer freien Grundschule in der Gemeinde aber nicht. Schule der Begegnung und Nikolausschule kommen jetzt schon auf zusammen rund 400 Schüler, in den kommenden Jahren rechnet man in der Verwaltung damit, dass die Zahl in Richtung 500 geht. Und zudem machen die angehenden Gründer der Amselschule ja explizit deutlich, dass es sich um eine Schule handeln soll, die Kindern aus dem ganzen Kreisgebiet offenstehen würde. Der Einzugsbereich fiele also viel größer aus als der der Grundschulen der Gemeinde, es lässt sich leicht ausrechnen, dass der Verlust an Schülern zumindest anfangs im marginalen Bereich bliebe.

Eher trocken liest sich auch eine Stellungnahme von Landrat Stephan Pusch (CDU): „Die Schule soll überregional aufgestellt werden und nicht als Konkurrenz zum bestehenden staatlichen Schulsystem fungieren“, stellte er fest. Zudem seien der Kreis und seine Kommunen als Schulträger „nur am Rande berührt“, das Verfahren laufe über die Bezirksregierung.

Nichtsdestoweniger hätten die Initiatoren das Projekt auch seinem zuständigen Fachamt vorgestellt, so Pusch, und sich bei dieser Gelegenheit „umfassend über die rechtlichen und tatsächlichen Anforderungen informiert“ gezeigt.

dschule nicht unterstützen

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