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AN vom 27.03.2017

Die Frauen Union geht neue Wege

Frauen Union

Neue Wege sind die Damen von der westlichsten Frauen Union Deutschlands, die unter dem Namen „Gangelt/Selfkant/Waldfeucht“ firmiert, in den letzten zwei Jahren gegangen. Begonnen haben sie unter der Ägide der Vorsitzenden Dagmar Ohlenforst schon 2015.

So gab es neu im Programm der Frauen in der CDU beispielsweise ein gemeinsames, informatives Frühstück im Alten Rathaus in Gangelt. „In angenehmer Atmosphäre bei Themen wie der Fertigstellung der B56n oder der Flüchtlingspolitik verging die Zeit sehr schnell“, berichtete Ohlenforst bei der jüngsten Versammlung im Haus Hamacher in Gangelt.

Als Dauergäste waren nicht nur MdB Wilfried Oellers und MdL Bernd Schrammen dabei, sondern auch die lokalen Bürgermeister und immer wieder auch Erwin Dahlmanns, der aus dem Kreistag berichtete. Das gemeinsame Frühstück fand im Programm immer wieder großen Anklang, dabei führten die Frauen Politik und gesellschaftliches Miteinander gut zusammen.

Für dieses Jahr ist nicht nur ein informativer Besuch in der Justizvollzugsanstalt in Heinsberg vorgesehen, sondern auch eine Reihe von Besuchen bei jungen, engagierten und kreativen Unternehmerinnen in der Region. Den Auftakt macht dabei ein Besuch der mit dem „Vision plus“-Unternehmerinnenpreis ausgezeichneten Bäckermeisterin Maria von Heel in Birgden.

Neuwahlen gab es bei den Damen natürlich neben den Diskussionen um aktuelle lokalpolitische Themen auch. Hier wurde die bisherige Vorsitzende Dagmar Ohlenforst einstimmig im Amt bestätigt. Als Stellvertreterinnen wurden Hanni Stolz und Anna Stelten gewählt, und während Gabriele Drießen im Herbst 2015 ausgeschieden ist, wurde Marion Höhne anstelle von Heike Dahlmanns zur Schriftführerin gewählt.

Heike Dahlmanns bleibt den Damen in der Frauenunion Gangelt/Selfkant/Waldfeucht aber gemeinsam mit Dorothea Blohm und der neu hinzugewonnenen Vera Dammers als Beisitzerin erhalten.

AN vom 26.03.2017

Gemeinde Gangelt: Unverwechselbar und originell

„Nachhaltigkeit“: Das ist ein Schlagwort, das nicht nur kommenden Generationen bei ihrem selbstbestimmten Leben in der Zukunft helfen soll. Dazu beitragen könnte bald auch die Mitgliedschaft der Gemeinde Gangelt im Netzwerk „Cittaslow“.

Der Haupt- und Finanzausschuss beriet darüber nun im kleinen Sitzungssaal des Rathauses. „Cittaslow“ ist keine Marke für Großstädte, für typische Touristenmagneten oder längst ausgelatschte vermeintliche Geheimtipps. Vielmehr geht es in der vom Begriff „Slow City“ abgeleiteten Bewegung, die Ende der 1990er Jahre in Italien ihren Ursprung fand, darum, kleinere Orte zu suchen. Die sollten ihre lokale Identität, Unverwechselbarkeit und Originalität bewahrt haben.

„Anderen Kommunen hat es eine neue Identität gegeben“, warb Bürgermeister Bernhard Tholen für die Umsetzung des Gedankens auch in der Kommune im Westzipfel. Dazu könnte die Gemeinde ressourcenschonende Politik umsetzen, legte er nach, um auch nach außen eine hohe Lebensqualität vor Ort zu demonstrieren. In Gangelt gelinge dies nicht nur mit traditionsreichen Festen, Naturschutz und Naherholung wie beispielsweise dem Radwegenetz, sondern auch mit attraktiven Veranstaltungen für viele Menschen.

Einfach so Mitglied werden kann die Kommune allerdings nicht, das Ausfüllen eines Antrags reicht nicht aus. Denn auf die notwendige Selbstbewertung Gangelts in einem 800 Fragen umfassenden Katalog folgt ein Besuch einer Delegation, die sich vor Ort nicht nur umschaut. „Die sprechen auch mit den Menschen und schauen sich alles an“, umschrieb Tholen das Prozedere. Die nicht weit entfernte Gemeente Echt-Susteren in den Niederlanden hat schon teilgenommen und wurde für würdig gefunden, das Label „Cittaslow“ zu tragen. Dazu darf eine Kommune nicht mehr als 50.000 Einwohner zählen, muss eine nachhaltige Politik vorweisen, Gastfreundschaft leben, Kultur und Traditionen schätzen, eine typische Kulturlandschaft haben, regionaltypische Produkte bieten und die eigene regionale Identität fördern.

Der Bürgermeister konnte sich vorstellen, dass Gangelt hier einige Häkchen setzen könnte, um bei einer möglichen Bewerbung erfolgreich zu sein. „Wenn man sich solche Ziele selber setzt, ist das ein Zeichen dafür, dass man etwas für die Welt tun will“, unterstrich Tholen seine Werbung bei den Ausschussmitgliedern. Die zeigten sich wie Roger Schröder von der UB-Fraktion teils sehr skeptisch. „Ist das nur ein orangefarbenes Logo?“, fragte er. Und er zweifelte an der gewünschten positiven Wirkung angesichts von aktuell nur 13 zertifizierten Kommunen in ganz Deutschland. „Das ist ja gerade der Vorteil: dieses Alleinstellungsmerkmal“, konterte Bernhard Tholen.

Skeptische Töne schlugen auch SPD und CDU an. „Ich halte es aber dennoch für sinnvoll, etwas zu machen“, meinte Karl-Heinz Milthaler (CDU). Zumal, so führte er weiter aus, die Gemeinde Gangelt über den Zweckverband Selfkant Mitglied werden und darüber auch den fälligen Beitrag von rund 5000 Euro zahlen würde. Interesse an einer Mitgliedschaft im Bund der „langsamen Kommunen“ haben übrigens auch die Nachbargemeinden Selfkant und Waldfeucht angekündigt. Und eine langfristige Bindung wird damit nicht gleich vertraglich besiegelt, wie der Bürgermeister abschließend sagte. „Zum einen sind die nicht verpflichtet, uns aufzunehmen, andererseits ist das aber ein lockerer Verbund ohne zwingende Mitgliedschaft“, sagte er. Bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurde der Beschlussvorschlag, sich um eine Mitgliedschaft zu bewerben, schließlich angenommen.

AN 24.03.2017

Kein Steuer-Erlass für Tierheimhunde

Dass der Antrag der „Freien Wähler“ aus Gangelt, die Hundesteuer für Tiere aus dem Heim zu erlassen, einen gewissen Charme hat, dem konnte sich im Haupt- und Finanzausschuss nicht einmal Bürgermeister Bernhard Tholen entziehen. „Ich habe selbst zwei Hunde aus dem Tierheim, ich freue mich schon“, kommentierte er augenzwinkernd.

Doch auch künftig wird der Verwaltungschef für seine vierbeinigen Lieblinge aus dem Heim die ortsübliche Jahressteuer von 54 Euro pro Hund entrichten müssen. Denn letztlich stimmten die Ausschussmitglieder der Idee nicht zu. Die Befreiung sollte jeweils nur für einen Hund gelten, eine zeitliche Befristung ohne nähere Festlegung sollte es auch geben und mit dem Tag der Übernahme des Tieres beginnen.

Wie viele Hunde letztlich dann aus dem Tierheim in die Gemeinde gekommen wären, blieb natürlich offen. Allerdings stellte die Gemeinde auf Anfrage beim Tierheim in Heinsberg fest, dass in den letzten zwei Jahren acht Hunde aus der Einrichtung ein neues Zuhause in Gangelt gefunden hätten.

Eine Rechnung anderer Art machte CDU-Sprecher Karl-Heinz Milthaler auf: Er rechnete vor, dass Babys in der Gemeinde mit 50 Euro „Begrüßungsgeld“ bedacht würden. „Uns ist der fremde Hund aus dem Tierheim mehr wert“, so Milthaler. Zudem betonte er, dass es der falsche Ansatz sei, einen Hund aus dem Heim zu holen, nur um damit zu sparen.

Bei einer Ja-Stimme, drei Enthaltungen und neun Gegenstimmen wurde der Antrag dann trotz allen Charmes abgelehnt.

AN 29.03.2017

Mehrgenerationenresidenz:

Senioren Union fordert mehr Informationen

Zahlreiche Mitglieder begrüßte der Vorsitzende der Senioren Union im CDU-Gemeindeverband Gangelt, Franz Molls, zu deren jüngster Mitgliederversammlung im „Haus Hamacher“. Neben den Anwesenden begrüßte er auch den Kreistagsabgeordneten Erwin Dahlmanns.

Neben einigen Satzungsangelegenheiten standen die aktuelle Dorfpolitik auf der Tagesordnung, sowie die weiteren Aktivitäten der Senioren Union in den kommenden Monaten. Besonders das geplante Bauvorhaben Mehrgenerationenresidenz in Gangelt wurde diskutiert.

Dabei wurde auch der Wunsch nach direkten Informationen durch die Unionsvertreter in Gemeinderat und Kreistag laut. Man fühle sich öfter uninformiert und erfahre erst aus der Presse oder von manchen Vorhaben. Es wurde beschlossen, sich aktiv um mehr Aufklärung zu bemühen, in dem man etwa zu den Sitzungen einzelne Mitglieder des Rates einladen wolle.

Sinnvolle Wohnmöglichkeit

Das Thema „Mehrgenerationen Wohnen“ in Gangelt im Sinne einer Quartiersentwicklung und damit das geplante Bauvorhaben der Familie Conzen wurde ausdrücklich begrüßt. Es wurde festgestellt, dass derartige Wohnmöglichkeiten sinnvoll seien und von älteren Mitbürgern gesucht würden.

Die Mitglieder legten Wert auf die Feststellung, dass es wichtig sei, sich als Senioren Union aktiv in die Politik in Gangelt einzubringen. Zum Schluss einigte man sich nach reger Diskussion noch darauf, dass man hin und wieder Ausflüge machen wolle, um bestimmte Ziele in der Region besser kennen zu lernen.

AN vom 23.03.2017

Bau- und Umweltausschuss:

Nachhaltigkeit, Baugebiete und die Kiebitze

Nachhaltigkeit war ein Thema im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Gangelt. Die Ausschussmitglieder befassten sich mit der Frage, wie man Papier sparen könne. In Zeiten der Digitalisierung möge die Verwaltung doch den Versand der Sitzungsunterlagen so gestalten, dass nur die wirklich notwendigen Blätter mit Tagesordnung, Sitzungsvorlage und Karten verschickt werden.

Die übrigen Details könnten die Ausschussmitglieder bei Bedarf anfordern oder in digitaler Form einsehen. Karl-Heinz Milthaler (CDU): „Die Frage ist: Auf welchen Papierwust wollen wir verzichten?“ 1248 Gramm wog alleine das für den öffentlichen Sitzungsteil bedruckte Papier.

Auf Nachhaltigkeit zielte auch ein Vorschlag der Freien Wähler ab. Hans-Günter Heinen schlug vor, die Versickerungsbecken in den Wohngebieten mit Obstbäumen oder auch Walnussbäumen zu bepflanzen. Bürger könnten hier ihren Wintervorrat pflücken. Ein grundsätzliches „Ja“ erntete sein Vorschlag bei Ausschussmitgliedern und Verwaltung. Bürgermeister Bernhard Tholen gab aber zu bedenken,

dass Obstbäume sicherlich nicht auf jedem Boden wachsen und das abfallende Laub die Versickerung erschweren könnte. Die Verwaltung wird nun prüfen, inwieweit der Vorschlag umgesetzt werden kann, eventuell mit der Anpflanzung von entsprechenden Bäumen am Rande der eingezäunten Becken.

Das neue Wohngebiet Gangelt Nord V rief den Kiebitz auf den Plan. Hans-Günter Heinen verwies auf seiner Meinung nach sich widersprechende Hinweise in den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zum Vorkommen des Vanellus Vanellus (lateinische Bezeichnung des Kiebitzes). Sebastian Schütt vom VDH Projektmanagement, dem externen Planungsbüro der Gemeinde, verwies hingegen darauf, dass der Artenschutzgutachter vor Ort eindeutig ein Kiebitz-Vorkommen festgestellt habe. Auch Bürgermeister Tholen war sich sicher: „Die Kiebitze sind da. Ich hab die eigentlich auch ganz gern.“

Hans-Günter Heinen verwies daraufhin auf den Landfraß durch immer mehr Baugebiete. Die „Artenvielfalt“ müsse auch auf den Beruf des Landwirts ausgedehnt werden. Denn dieser Beruf drohe auszusterben.

Sogenannte Lerchenfenster und Blühwiesen werden im Baugebiet Bollestengel in Breberen zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Hier wurde die Feldlerche taxiert, die so aus dem entstehenden Baugebiet ortsnah umsiedeln kann.

„Salamitaktik – ja oder nein?“, fragte Hans-Günter Heinen in Bezug auf ein neues „Baugebiet“ in der Pilsstraße in Kreuzrath. Dort steht die Erweiterung der bestehenden Bebauung an. Bürgermeister Tholen merkte an, dass diese Straße nicht in die Tiefe bebaut werde, man liege hier eindeutig im inneren Bereich von Kreuzrath.

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