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AN vom 31.03.2017

CDU Gangelt

Fleiß, Innovation, Ausdauer, Ehrlichkeit

Vorstand

Nicht nur das Wieder-Wahlergebnis für den CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Dr. Heiner Breickmann stimmte ihn bei der jüngsten Mitgliederversammlung am Donnerstagabend zuversichtlich. Im Restaurant „Haus Hamacher“ am Infocenter in Gangelt freute sich Breickmann über nur eine Gegenstimme und eine Enthaltung bei seiner erneuten Wahl zum Vorsitzenden.

Zugleich strahlte er über die 173 Mitglieder, mit steigender Tendenz. „Ich möchte nicht behaupten, dass die Gangelter CDU alleine verantwortlich ist für den guten Gesamtzustand der Gemeinde, aber wir haben aktiv mitgestaltet, und das können wir uns getrost zugutehalten“, betonte er.

Ein ausdrückliches Lob ging dabei auch an die Verwaltung um Bürgermeister Bernhard Tholen, der persönlich erschienen war, um die gute Lage Gangelts darzulegen. Die Arbeit im Gemeindeverbandsvorstand empfand Dr. Breickmann als vertrauensvoll, kameradschaftlich und freundlich. „Wir waren nicht immer einer Meinung, konnten uns aber immer im intensiven Austausch auf eine Marschrichtung einigen, und darauf kommt es an“, unterstrich der frisch wiedergewählte Vorsitzende.

Dennoch sei „nicht alles eitel Freude und Sonnenschein“ in den beiden letzten Jahren. So habe sich der Gemeindeverband bei der Suche nach einem Ortsvorsteher für die Drei-Dörfer-Gemeinschaft Stahe, Niederbusch, Hohenbusch ungeschickt verhalten. Dieses Thema schien unter den Anwesenden abgehakt zu sein, denn der Redebedarf dazu war sehr gering. In Wahlkampfzeiten gab es eher Diskussionsbedarf über bundes- und landespolitische Themen. Dabei kam insbesondere SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nicht gut weg. „Hier spielen keine Sachargumente mehr eine Rolle“, stellte Dr. Breickmann fest. Und der Kreisvorsitzende, MdL Bernd Krückel, legte mit Blick zur SPD noch nach: „Die haben nichts vorzuweisen, singen aber Lobeshymnen“.

Leise Kritik gab es auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel in Sachen Flüchtlingspolitik. Sie habe unter dem Etikett „Wir schaffen das“ eine Zuwandererflut ausgelöst, die bislang ihresgleichen suche. Breickmann betonte, dass es ihm nicht darum gehe, die unbedingt gebotene Hilfsbereitschaft gegenüber Asylsuchenden zu kritisieren, sondern vielmehr darum, dass sich die CDU im Bund angreifbar gemacht habe: „Jeder weiß, dass ich ein Fan von Angela Merkel bin, aber ihr Ausspruch verursacht uns vor Ort einige Argumentationsprobleme“.

Da nütze die von den Bürgern bestätigte gute Arbeit vor Ort wenig, wenn aus Protest dann die AfD gewählt werde. Das Vertrauen der Bürger in die Politik müsse zurückkehren, den Menschen müsse gesagt werden, „dass wir hier in Gangelt dafür gesorgt haben, dass Gangelt zu einer prosperierenden Gemeinde geworden ist“. Darum müssten alle Mitglieder der CDU deutlich machen, wofür die Partei stehe: für eine ausgeglichene Kombination aus Fleiß, Innovation, Ausdauer und Ehrlichkeit in Wort und Tat, fand Breickmann.

 

CDU GANGELT: DER NEUE VORSTAND IM ÜBERBLICK

Vorsitzender ist Dr. Heiner Breickmann, zu stellvertretende nVorsitzenden wurden Uwe Kröger und Dr. Hermann von den Driesch gewählt.

Schriftführerin ist Dagmar Ohlenforst, Schatzmeister Holger Kehmer, Beisitzer sind Wolfgang Erkens, Günther Dammers, Ludwig Kaprot, Sebastian Mühlenberg, Stefan Palloks, Anton Rulands und Heinz Schmitz. Vertreterin der Frauenunion ist Vera Dammers, Vertreter der Jungen Union Sascha Ohlenforst, und Vertreter der Seniorenunion: Franz Molls.

Delegierte zum CDU-Kreisparteitag sind Dr. Heiner Breickmann, Erwin Dahlmanns, Vera Dammers, Uwe Kröger, Sebastian Mühlenberg, Martin Offergeld und Dagmar Ohlenforst, Ersatzdelegierte: Paul Freches, Ludwig Kaprot, Holger Kehmer, Hans Ohlenforst, Stefan Palloks, Anton Rulands, Marko Schlich.

AN vpm 30.03.2017

Heinrich Aretz: Ich bin stets bereit für Gangelt

Milthaler

„Die folgende Ehrung ist so außergewöhnlich, dass sie mir wahrscheinlich nicht mehr unterkommen wird“, sagte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Dr. Heiner Breickmann am Donnerstagabend.

Bei der Mitgliederversammlung im Restaurant „Haus Hamacher“ stand nämlich die Ehrung für die nun schon 60-jährige Mitgliedschaft für das CDU-Urgestein und den Ehrenbürger der Gemeinde Gangelt, Heinrich „Hein“ Aretz an. Für den 84-Jährigen, der beispielsweise 1961 den Ortsverband der Jungen Union in Birgden gründete, gab es aber nicht nur Applaus und Lob für sein unermüdliches Wirken.

Er durfte natürlich auch selbst ein paar Worte an die gut 50 Anwesenden der Versammlung richten. Dabei dankte er ausdrücklich seiner Frau Anna und betonte: „Ich bin immer noch stets bereit für die Gemeinde Gangelt“.

Da blieb den weiteren Geehrten Anne Tebrügge für 25 Jahre in der CDU sowie für 40 Jahre Mitgliedschaft Erwin Dahlmanns, Karl-Heinz Milthaler und in Abwesenheit auch Hans-Peter Wilms nur der anerkennende Applaus. Im Beisein des CDU-Kreisvorsitzenden, MdL Bernd Krückel, und Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen empfingen die Ausgezeichneten ihre Ehrungen.

AN vom 30.03.2017

Schnecke als Symbol der Langsamkeit

Cittaslow: KOnzept, Stzung und Ziele

Cittaslow ist eine Bewegung, in der sich Städte zu einer „Internationalen Vereinigung der lebenswerten Städte“ zusammengefunden haben. Aktuell gehören 15 Städte in Deutschland der Vereinigung an. Gangelt möchte Nummer 16 werden.

Der Vereinssitz ist Hersbruck. Die Mitgliedschaft in der nationalen Städtevereinigung schließt die Mitgliedschaft in der internationalen Städtevereinigung mit ein.

Laut Vereinssatzung hat sich Cittaslow die Entwicklung und die Steigerung der Lebensqualität als Ziel gesetzt. Besonderes Augenmerk wird gelegt auf: nachhaltige Stadtentwicklung, Erhalt von regionaltypischen Stadtbildern und Kulturlandschaften, Verbesserung der Umweltqualität, Förderung und Erhalt regionaler Wirtschaftskreisläufe, Förderung regionaler Besonderheiten und Produkte, Förderung von Regionalbewusstsein, Gastfreundschaft und internationaler Austauschs, kulturelle Traditions- und Brauchtumspflege, Schaffung eines Bewusstseins für Geschmack und Qualität der Ernährung und Förderung traditioneller Esskultur.

Das Konzept zielt darauf ab, dass wir in einer Zeit leben, in der ein Großteil des Wissens per Mausklicken erreichbar ist. Gleichzeitig strebt die Wirtschaft danach, zu globalisieren, zu fusionieren und Kulturen, Gesellschaften sowie Machtstreben zu nivellieren.

Die von Carlo Petrini initierte Slow Food-Bewegung und das Bauernnetzwerk Terra Madre zeigen, wie es trotzdem möglich ist, kleinere Städte und Gemeinden hervorzuheben. Sie nutzen das Internet positiv, um Erfahrungen, Kulturen sowie innovative Ideen und Projekte auszutauschen.

Auf diesem fruchtbaren Boden entstand Cittaslow, ein internationales Netzwerk, das an Slowfood anknüpft und im Oktober 1999 in Orvieto, Italien, gegründet wurde. Mit einem Netzwerk, das sich über 25 Länder erstreckt, ist Cittaslow heute das internationale Markenzeichen für Städte und Gemeinden, die sich um eine höchstmögliche Lebensqualität für ihre Bürger, Unternehmer und Gäste bemühen.

Jede Stadt, die beitreten möchte, muss zunächst einen umfangreichen Katalog unterschiedlichster Kriterien erfüllen, deren Einhaltung von einer Kommission überprüft wird. Nach vier Jahren erfolgt eine Rezertifizierung. Gemeinsame Veranstaltungen sowie der Austausch von Erfahrungen stehen bei Cittaslow Deutschland im Vordergrund.

AN vom 29.03.2017

Netzwerk Cittaslow

Gangelt bewirbt sich um die Schnecke

Die Gemeinde Gangelt wird sich um die Schnecke bewerben. Der Gemeinderat stimmte mit klarer Mehrheit (21 Ja-, drei Nein-Stimmen, fünf Enthaltungen) dafür, sich um eine Mitgliedschaft im Netzwerk Cittaslow zu bewerben.

Wie berichtet hatte sich der Haupt- und Finanzausschuss bereits dieses Themas angenommen. Die Stärkung des Ortskerns sei den Grünen wichtig, erklärte Ingrid Heim für die grün-liberale Fraktion. Und wenn dieses Ziel durch den Beitritt zu Cittaslow in den „Fokus der Verwaltung“ gerate, stimme ihre Fraktion für eine Mitgliedschaft. Ingrid Heim äußerte aber Bedenken, ob die Gemeinde Gangelt die Kriterien erfüllt, die an eine Mitgliedschaft bei Cittaslow geknüpft sind.

Ratsmitglied Gerd Schütz (CDU) hatte im Internet schon einmal im Fragenkatalog geblättert. Diesen Katalog hat der Antragsteller bei seiner Bewerbung um eine Mitgliedschaft selber auszufüllen. Schütz war zu der Erkenntnis gelangt, dass die tatsächlich verbindlich zu beantwortenden Fragen für Gangelt gut zu beantworten seien.

Im Cittaslow-Manifest heißt es: „Wir sind auf der Suche nach Städten, in denen Menschen leben, die neugierig auf die wiedergefundene Zeit sind, die reich sind an Plätzen, Theatern, Geschäften, Cafés, Restaurants, Orten voller Geist, ursprünglichen Landschaften, faszinierender Handwerkskunst, wo der Mensch noch das Langsame anerkennt, den wohltuenden Rhythmus der Jahreszeiten, die Echtheit der Produkte und die Spontanität der Bräuche genießt, den Geschmack und die Gesundheit achtet...“

Als Symbol der Langsamkeit hat sich Cittaslow die Schnecke auserkoren, die jedem Mitglied der „Internationalen Vereinigung der lebenswerten Städte“ auch zu Werbezwecken verliehen wird. Ingrid Heim hatte noch darauf hingewiesen, dass sie davon ausgehe, dass der Gemeinde Gangelt durch den Beitritt keine Kosten entstehen würden.

Die Mitgliedsbeiträge, so ihre Hoffnung, sollten ja über den Zweckverband „Der Selfkant“ beglichen werden. Bürgermeister Bernhard Tholen sprach sich ebenfalls für eine Mitgliedschaft bei Cittaslow aus: „Wir wollen damit etwas Emotionales auf den Weg bringen.“

Stärkung des Ortskerns

Auf die Stärkung des Ortskerns zielt auch das Sanierungsgebiet „Ortslage Gangelt“ ab. Im Gemeinderat wurde bei einer Gegenstimme die Erweiterung des Sanierungsgebietes um den Bereich „Hauptschule“ beschlossen. Die Neufassung der entsprechenden Satzung fußt auf einem vor gut 15 Jahren gefassten Satzungsbeschluss. Die nun beschlossene Erweiterung der Fläche ging Ratsmitglied Hans-Günter Heinen aber nicht weit genug.

„Ich hätte lieber eine Schicksalsgemeinschaft“, meinte er in Bezug auf einige Häuser, die nicht im Sanierungsgebiet lägen. Bürgermeister Tholen sah kein Problem, bei Bedarf die Fläche zu erweitern. Für die aktuelle Fläche sei allerdings das Beteiligungsverfahren abgeschlossen. Das Trojanische Pferd, das Heinen auf den Bürger in Bezug auf etwaige Erschließungsbeiträge zukommen sah, entdeckten die übrigen Ratsmitglieder nicht.

Auch die Freien Wähler zeigten sich gespalten und stimmten nur mit 50 Prozent ihrer zwei Stimmen gegen die neue Festlegung des Sanierungsgebietes.

Die ehemalige Gangelter Hauptschule (heute Gesamtschule), die nun in das Sanierungsgebiet aufgenommen ist, wird im Rahmen städtebaulicher Erneuerungsmaßnahmen bereits 2017 saniert werden und erhält zur Sicherstellung der Barrierefreiheit einen Aufzug. Diese Sanierung ist Teil des vom Rat der Gemeinde Gangelt beschlossenen Gesamtkonzeptes „Interkommunales Entwicklungskonzept Westzipfelregion“.

Die erste Phase dieses Landesprogramms zur Städtebauförderung kostet zehn Millionen Euro, die in den Schulkomplex und die Sporthallen investiert werden. Zudem werden Interkommunale Maßnahmen umgesetzt, die den Kommunen Selfkant, Heinsberg, Waldfeucht und Gangelt zugute kommen werden. Unter anderem ist eine Interkommunale Bauberatung vorgesehen, die auch ein Leerstandsmanagement beinhaltet.

AN vom 27.03.2017

Die Frauen Union geht neue Wege

Frauen Union

Neue Wege sind die Damen von der westlichsten Frauen Union Deutschlands, die unter dem Namen „Gangelt/Selfkant/Waldfeucht“ firmiert, in den letzten zwei Jahren gegangen. Begonnen haben sie unter der Ägide der Vorsitzenden Dagmar Ohlenforst schon 2015.

So gab es neu im Programm der Frauen in der CDU beispielsweise ein gemeinsames, informatives Frühstück im Alten Rathaus in Gangelt. „In angenehmer Atmosphäre bei Themen wie der Fertigstellung der B56n oder der Flüchtlingspolitik verging die Zeit sehr schnell“, berichtete Ohlenforst bei der jüngsten Versammlung im Haus Hamacher in Gangelt.

Als Dauergäste waren nicht nur MdB Wilfried Oellers und MdL Bernd Schrammen dabei, sondern auch die lokalen Bürgermeister und immer wieder auch Erwin Dahlmanns, der aus dem Kreistag berichtete. Das gemeinsame Frühstück fand im Programm immer wieder großen Anklang, dabei führten die Frauen Politik und gesellschaftliches Miteinander gut zusammen.

Für dieses Jahr ist nicht nur ein informativer Besuch in der Justizvollzugsanstalt in Heinsberg vorgesehen, sondern auch eine Reihe von Besuchen bei jungen, engagierten und kreativen Unternehmerinnen in der Region. Den Auftakt macht dabei ein Besuch der mit dem „Vision plus“-Unternehmerinnenpreis ausgezeichneten Bäckermeisterin Maria von Heel in Birgden.

Neuwahlen gab es bei den Damen natürlich neben den Diskussionen um aktuelle lokalpolitische Themen auch. Hier wurde die bisherige Vorsitzende Dagmar Ohlenforst einstimmig im Amt bestätigt. Als Stellvertreterinnen wurden Hanni Stolz und Anna Stelten gewählt, und während Gabriele Drießen im Herbst 2015 ausgeschieden ist, wurde Marion Höhne anstelle von Heike Dahlmanns zur Schriftführerin gewählt.

Heike Dahlmanns bleibt den Damen in der Frauenunion Gangelt/Selfkant/Waldfeucht aber gemeinsam mit Dorothea Blohm und der neu hinzugewonnenen Vera Dammers als Beisitzerin erhalten.

Zusätzliche Informationen