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Brüxgen

Was tun gegen Starkregenschäden?

Heftiger Niederschlag sorgte in Gangelt mehrmals für Probleme. Im Bauausschuss stellt ein Experte Maßnahmen zum Schutz vor.

VON KARL-HEINZ HAMACHER

Gangelt: Da kommt ein umfangreiches Projekt auf die Gemeinde Gangelt zu. Der Bauausschuss befasste sich in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend mit Starkregenschutzmaßnahmen in den Ortsteilen Brüxgen und Schümm, speziell rund um das Baugebiet Bollenstengel.

Im Frühjahr 2018 kam es vermehrt zu sogenannten Starkregenereignissen. Ein Jahr später passierte das wieder und es kam zu einigen erheblichen Schäden vorwiegend im Bereich der Schützen- und der Hochstraße.

Dr. Torsten Rose, Hydrologe bei der Rur-Wasser-Technik GmbH, hatte sich mit seinem Team auf die Suche nach den Ursachen für das Problem gemacht und trug nun ein erstes Ergebnis im Ausschuss vor.

Anhand eines digitalen Geländemodells und DWD-Wetterdaten wurden die Ereignisse kontrolliert und Fließwege berechnet. Dabei stellte sich unter anderem das heraus, was viele Anwohner schon lange wissen: Das Gelände fällt von der nahen neuen B56 in nördlicher Richtung zum Saeffeler Bach hin ab.

Damit sind die genannten Ortsteile unmittelbar von den Abflüssen betroffen, die sich bei Niederschlägen auf den landwirtschaftlichen Flächen bilden.

Sportplatz wird Rückhaltebecken?

Da die Bodenbeschaffenheit dort nicht besonders versickerungsfreundlich ist und sogar der Anbau der Früchte eine Rolle spielt (Maisanbau verstärkt den Oberflächenwasserablauf noch) wurden von Dr. Torsten Rose diverse Maßnahmen vorgeschlagen.

Da geht es um Schluckmulden, die Wasser aufnehmen, Rückhalte- und Versickerungsräume sowie leitende Elemente für das Wasser.

Inwieweit die Breberner bereit sind, den alten Sportplatz (Ortsausfahrt Buscherheide) bei Starkregenereignissen als Rückhalte- und Versickerungsbecken zur Verfügung zu stellen, wird sich zeigen.

Breberens Ortsvorsteher Günther Dammers positionierte sich hier schon einmal vorsichtig. „Mir ist es lieber, der Sportplatz ist nicht bespielbar, als dass die Häuser unter Wasser stehen!“ Für ihn habe der Objektschutz oberste Priorität.

Was ihm in dem Vortrag völlig gefehlt hat, waren die Häuser in Richtung Broichhoven, die ebenfalls immer wieder nach starken Regenfällen Probleme haben.

Das soll dann Berücksichtigung finden, wenn in einer der nächsten Sitzungen in Gangelt weitere Ergebnisse vorgestellt werden. Der aktuelle Bericht war nur zur Kenntnis der Ratsvertreter.

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Corona News im Juni

 

Ortsumgehung Gangelt eröffnet

Dank Ortsumgehung kann Gangelt sich auf Stärken besinnen
Damit soll der Verkehr nun um den Ortskern herum fließen. Besonders Lkw sorgten für Lärm und Erschütterungen. Kosten: 3,2 Millionen Euro.

VON HEINZ ESCHWEILER

Gangelt Mit der Verkehrsfreigabe des 1,3 Kilometer langen zweiten Streckenabschnittes „Ost“ wird die Ortsumgehung Gangelt nach sechsmonatiger Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Die Baumaßnahme an der EK13/17 umfasste neben dem Neubau der Straße einen Kreisverkehr, die Anpassung von Wirtschaftswegen und die Umlegung von Versorgungsleitungen. Die Kosten betragen insgesamt 3,2 Millionen Euro, davon sind 2,37 Millionen durch Fördermittel gedeckt.

Bei der Freigabe waren neben Landrat Stephan Pusch (CDU) etwa auch Bürgermeister Bernhard Tholen (CDU), Ortsvorsteher Gerd Schütz (CDU) und Umweltausschussvorsitzender im Kreistag Franz-Michael Jansen (CDU) dabei. Begrüßt wurde auch Landtagsabgeordneter Stefan Lenzen (FDP). Landrat Pusch blickte ein Jahr zurück, da war der erste Bauabschnitt der Ortsumgehung rund um Gangelt freigegeben worden. 1,5 Kilometer der Umgehung konnten bereits benutzt werden, die letzten 1,3 Kilometer wurden nun freigegeben. „Es ist ein bedeutendes Straßenbauprojekt des Kreises Heinsberg. Diese Straße ist wichtig für Gangelt und Umgebung“, sagte Pusch und lobte alle Beteiligten für eine pünktliche Fertigstellung und die Einhaltung des Kostenrahmens. „Ich finde, dass dies zeigt, wie leistungsfähig die beteiligten Behörden, die beauftragten Firmen und die Kreisverwaltung Heinsberg sind.“

Pusch hofft auf eine weitere Verlagerung der Verkehrsströme – in Zusammenhang mit der im Mai 2017 freigegebenen B56n – aus dem Gangelter Zentrum heraus. „Wir als Kreis erfüllen hier – ich denke auch ganz im Sinne der Gemeinde Gangelt und ihrer Bürger – unsere Pflicht, dementsprechend die Neuordnung des regionalen Straßenverkehrsnetzes vorzunehmen“, sagte Pusch in Bezug auf den neuen Teil des nunmehr insgesamt 186 Kilometer umfassenden Kreisstraßennetzes.

Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen sprach in seiner Rede über donnernde Geräusche der durchfahrenden Lkw mit hin und wieder vor Erschütterung klirrenden Geschirrs in den Schränken der Anwohner der engen Sittarder Straße. Das soll nun Schnee von gestern sein. Wobei zu sagen ist, dass die Verkehrsbeschilderung noch fehlt und man hofft, dass die Navi-Anbieter die Ortsumgehung schnell in ihre Systeme aufnehmen. Ansonsten würde man in Gangelt die erwünschte Entlastung wohl erst mit Zeitverzögerung spüren.

„Wir werden versuchen, die alten Gangelter Qualitäten wieder herzustellen.“

Bernhard Tholen (CDU),
Bürgermeister von Gangelt

Bürgermeister Tholen sprach von einem 23 Jahre langen Kampf für diese Straße und einem Glücksmoment für seine Gemeinde. „Diese Fertigstellung ist für mich als Bürgermeister und für alle Gangelter Bürger ein ganz besonderes Geschenk“, sagte der Bürgermeister: „Jetzt können wir Gangelt wieder neu aufbauen.“ Der Bürgermeister dankte allen Beteiligten und hatte für jeden Ehrengast ein besonderes Geschenk: Er überreichte ein Bild mit einer Stadtansicht aus dem Jahr 1560. Verwaltungsmitarbeiterin Dorothee Fernholz hatte sich mit künstlichem Geschick eingebracht.

Gäste sollen sich wohlfühlen

„Wir werden versuchen, die alten Gangelter Qualitäten wieder herzustellen, die Bürger und Gäste sollen sich hier wohlfühlen und die Seele baumeln lassen. Gangelts historischer Ortskern soll ein Anziehungspunkt werden, der Antrag für die Städtebauförderung ist in Arbeit“, sagte Tholen.

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